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Umstellung auf Software-Version Leitfaden 5 - Verlängerung der Frist bis zum 31.08.2015

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

für die Prüfung von Euro 6-Pkw und Euro VI-Lkw ab 01.06.2015 ist der neue AU-Geräte-Leitfaden 5 anzuwenden. Hierüber hatten wir Sie bereits mit Newsletter am 22.05.2015 und auf unserer Homepage informiert.

 

Entgegen der zunächst seitens der AU-Gerätehersteller gemachten Zusagen ist bis zum vorgenannten Stichtag keine flächendeckende Ausstattung der AU-anerkannten Werkstätten mit dem AU-Geräteleitfaden 5 gegeben.

Die Oberste Landesbehörde Bayern hat - auf Initiative des Kfz-Gewerbes Bayern - eine Erlaubnis zur Prüfung der vorgenannten Fahrzeuge nach dem derzeit gültigen Verfahren mit AU-Geräteleitfaden 4 bis zum 31.08.2015 erteilt. Für die bis zu diesem Datum rechtskonforme Durchführung von Abgasuntersuchungen an Fahrzeugen nach Euro 6 (PKW) bzw. Euro VI (NFZ) nutzen Sie bitte die Handlungsanweisung aus der Kurzinformation Neue AU-Richtlinie ab 1. Juni 2015

Wir weisen darauf hin, dass die befristete Genehmigung nur für den Erhalt der Prüfbereitschaft an diesen Fahrzeugen erteilt wurde. Sofern Abgasuntersuchungen an Euro 6-Pkw und Euro VI-Lkw nach dem 31.08.2015 durchgeführt werden sollen, müssen Sie den Nachweis über die Installation des Geräteleitfadens 5 erbringen.

Der an Sie ausgesandte Datenabgleich zur neuen AU-Richtlinie ist in jedem Fall bis zum 31.08.2015 an uns zurückzusenden.

Bei dieser Gelegenheit weisen wir auch nochmals auf die neue CD mit verpflichtend vorzuhaltenden Informationen zu den hoheitlichen Aufgaben in Rahmen der technischen Fahrzeugüberwachung hin. Die Neuauflage erkennen Sie am geänderten Label – Bild statt grüner Fläche.                  

Bitte prüfen Sie, ob die neue CD bei Ihnen im Betrieb vorhanden ist. Ansonsten fordern Sie sie an, per E-Mail oder telefonisch unter 0821 74946-439!

Bei weiteren Fragen stehen unsere zuständigen Mitarbeiter gerne zur Verfügung.

 

Stand: 08.07.2015

 

Neue AU-Richtlinie ab 1. Juni 2015

 Abgasuntersuchungen an Euro 6-Pkw und Euro VI-Nutzfahrzeugen ohne Aufrüstung auf Software-Version 5 unzulässig

Sehr geehrte Damen und Herren,

zum 1. Juni 2015 tritt die Novellierung der AU-Richtlinie von 2015 in Kraft. Anerkannte AU-Betriebe erhalten den kompletten Text der neuen Richtlinie und des dazugehörigen Geräteleitfadens 5 im Zuge des nächsten Updates der Info-CD mit Technischen Informationen auf Anforderung bei Ihrer Kfz-Innung.

WICHTIG.

Anerkannte AU-Werkstätten, die ab dem 1. Juni 2015 Euro 6-Pkw und Euro VI-Nutzfahrzeuge prüfen wollen, müssen eine entsprechende Aufrüstung ihrer AU-Messgeräte mit der Software-Version 5 vornehmen.

Die seit 2014 praktizierte Übergangslösung bei PKW-Abgasuntersuchungen an Euro6-Fahrzeugen mit Leitfaden 4 ist ab diesem Tag nicht mehr zulässig. Bei einer LKW Abgasuntersuchung an Euro VI Fahrzeugen (alle Fahrzeuge ab Erstzulassung 01/2014) ist ein notwendiges Auslesen der Fehlercodes nicht möglich.

Erfolgt keine Aufrüstung auf den neuen AU-Geräteleitfaden (Software-Version 5), muss die Kfz-Innung als hoheitliche Anerkennungsstelle die bisherige AU-Anerkennung der AU-Werkstatt auf die Fahrzeugkategorie „OBD-Kraftfahrzeuge vor Euro 6/ Euro VI“ mittels Änderungsbescheid beschränken.

Sollten Sie Ihr AU-Gerät bereits mit der Software-Version 5 aufgerüstet haben, teilen Sie uns dies bitte baldmöglichst mit (beigefügtes Formular ausgefüllt inkl. der Kopie eines AU-Nachweises genügen).

Für Ihre Mitteilung haben Sie Zeit bis zum 15.07.2015.

Die in der Richtlinie enthaltenen wesentlichen Änderungen für AU-anerkannte Betriebe sind:

  • angepasste Prüfverfahren für Euro 6 PKW bzw. Euro V/VI Nutzfahrzeuge
  • angepasste Prüfverfahren bei der AUK
  • Handlungsanweisungen für nicht prüfbare OBD-Fahrzeuge
  • Grenzwerte bei der Diesel-AU
  • Anerkennungserweiterungen durch den neuen Geräteleitfaden

Ergänzend steht eine Kurzinformation für AU-Betriebe zur Verfügung.

Stand: 22.05.2015

Abgasuntersuchung (AU) ab 1.1.2010

Sehr geehrte Damen und Herren,

ab 01.01.2010 gibt es für Sie als anerkannte AU-Werkstatt bei Durchführung einer AU einige Änderungen. Die wesentlichen Vorgaben der 41. Änderungsverordnung zur StVZO lauten:

  • Der Nachweis der AU erfolgt über die HU-Plakette am hinteren Kennzeichen, nicht mehr über eine AU-Plakette.
  • Alle an Fahrzeughalter ausgegebenen AU-Nachweise müssen mit fälschungserschwerenden Merkmalen versehen werden. Diese bestehen aus dem AU-Nachweissiegel mit einer Zangenprägung.
  • Die AU-Nachweissiegel und die Prägezangen mit den Prägenummern werden über die Kfz-Innung an die anerkannten AU-Werkstätten ausgegeben.

AU-Software-Versionen:

Für die ordnungsgemäße AU-Durchführung sind nur noch die Software-Versionen 3 und 4 zugelassen. Mit der Software-Version 3 dürfen nur noch OBD-Fahrzeuge mit einer Erstzulassung bis zum 31.12.2005 geprüft werden. Bei OBD-Fahrzeugen mit einer Erstzulassung ab dem 01.01.2006 ist mindestens die Software-Version 4 anzuwenden.

Wird eine AU nicht mit der vorgeschriebenen Software-Version in Verbindung mit einem AU-Nachweis mit fälschungserschwerenden Merkmalen durchgeführt, akzeptiert der HU-Prüfingenieur diese - durch eine anerkannte AU-Werkstatt durchgeführte AU - im Rahmen der HU nicht. In diesem Fall wird bei der HU ein erheblicher Mangel festgestellt und damit die HU-Plakette nicht erteilt.

Mit folgenden neuen Artikeln haben Sie es künftig bei der AU zu tun:

1.       AU-Nachweissiegel (gesetzlich vorgeschrieben)
2.       Prägezange (gesetzlich vorgeschrieben)
3.       Bindesiegel (zusätzliches Angebot)
4.       Reparaturplakette (zusätzliches Angebot)

1. AU-Nachweissiegel

Ab 01.01.2010 wird nach bestandener AU die AU-Plakette nicht mehr auf dem vorderen Kennzeichen vergeben. Stattdessen hat der Gesetzgeber ein blaues AU-Nachweissiegel eingeführt, das auf dem auch künftig zu erstellenden Prüfnachweis anstatt eines Stempels anzubringen ist. Das AU-Nachweissiegel ist mit einer Jahreszahl versehen, die das jeweilige Ausgabejahr signalisiert.

2. Prägezange

Die Prägezange ist mit dem Kernteil Ihrer AU-Kontrollnummer versehen. Die Prägung erfolgt auf dem AU-Nachweissiegel. Betriebe, die bereits eine Prägezange für AUK, GAP/GSP haben, verwenden diese Zange ab 01.01.2010 dann auch im Rahmen der AU. Sollten Sie eine oder mehrere zusätzliche Prägezangen benötigen, geben Sie dies bitte auf dem Bestellformular an.

3. Bindesiegel

Durch die Verwendung des Bindesiegels des Deutschen Kfz-Gewerbes wird der AU-Prüfnachweis mit dem HU-Bericht verbunden, damit der Werkstattkunde beide Prüfberichte zusammen ausgehändigt bekommt. So wird sichergestellt, dass der AU-Nachweis nach durchgeführter Hauptuntersuchung nicht im Papierkorb landet. Der AU-Nachweis sollte auf jeden Fall vom Prüfingenieur zurück verlangt und dem Kunden übergeben werden, auch wenn das Bindesiegel nicht verwendet wird.

Die Verwendung dieses Siegels erfolgt freiwillig!

4. Reparaturplakette

Die „alte“ AU-Plakette am vorderen Kennzeichen ist bei der nächsten HU-Durchführung von der die HU durchführenden Person zu entfernen. Beim Abkratzen bzw. Abmontieren der AU-Plakette können Beschädigungen am Kennzeichen entstehen. Dort kann eine sogenannte „Reparaturplakette“ angebracht werden. Es handelt sich hierbei um eine weiße retroreflektierende Plakette.

Auch diese Plakette ist nicht gesetzlich vorgeschrieben!

Wichtig!

  • Alle AU-Artikel können Sie auch künftig über die WiG Schwaben bestellen. Hier das Bestellformular
  • Die AU bleibt auch weiterhin ein wichtiges Geschäft für die Kfz-Meisterbetriebe in Schwaben und sollte auch künftig von Ihnen angeboten werden. Sie bietet Ihnen wichtige Kundenkontakte und mögliche Folgeaufträge, die Sie sich nicht entgehen lassen sollten.

Haben Sie weitere Fragen, wenden Sie sich bitte an unseren zuständigen Mitarbeiter Herrn Heinrich Czerner.

Freundliche Grüße
Kfz-Innung Schwaben

Petra Brandl
Geschäftsleitung